Als Medienpartner auf der führenden Publishing-Konferenz in Köln

Stefan Riedl 7. Mai 2015

Vom 24. bis 25. April waren Matthias Petri und ich zu Gast auf der PUBKON in Köln, der führenden Konferenz für das Arbeiten mit InDesign. Es waren wieder einmal sehr facettenreiche Tage und auch ein Jahreshighlight für uns beide. Auf der Facebook-Seite der PUBKON konnte man das Event schon teilweise verfolgen, doch nun gibt es auch Informationen von uns aus erster Hand. Ein Rückblick von Stefan Riedl.

Die führende Publishing-Konferenz Deutschlands (kurz PUBKON) und Hotspot für alle InDesign-Liebhaber fand dieses Jahr schon zum vierten Mal statt. Wir von PSD-Tutorials.de traten bereits zum dritten Mal als Medienpartner in Erscheinung und sind obendrein seit drei Jahren auch regelmäßiger Gast auf der PUBKON. Der Grund dafür muss das ausgezeichnete Catering sowie die Kaffee- und Getränkeflatrate sein.

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© Ronny Rozum

Es gibt natürlich so allerhand zu erzählen, aber grundlegend war ein Umstand von höchster Bedeutung: Geändert hat sich nämlich in diesem Jahr der Veranstaltungsort, denn während in den letzten Jahren immer im nHow-Hotel in Berlin ca. 200 Besucher unterkamen, ging es dieses Jahr endlich woandershin. Und zwar in die viertgrößte Stadt der Republik – nämlich nach Köln! Ich persönlich war noch nie so recht bewusst in Köln unterwegs, also war dies eine gute Gelegenheit, die Luft im nördlichen Ballungsraum mal zu erschnuppern. Immerhin hatte ich dieses Jahr Gelegenheit für eine kurze Stadtrundfahrt im PKW, einen Aufenthalt im absoluten Halteverbot des Hauptbahnhofs, einen Big King XXL bei Burger King (schmeckt genauso wie hierzulande) und ein schönes Hotelzimmer mit Doppelbett am MediaPark. Schon vor Monaten hatte ich innerlich beschlossen, die PUBKON-Reise mit dem Auto hinter mich zu bringen. Und da ich im Home-Office tätig bin, spreche ich hier von einem Ritt aus dem letzten Winkel des beschaulichen Voralpenlands in Bayern von über sechshundert Kilometern. Einfach. An besagtem Tag war ich sehr glücklich über meine Wahl, denn die GDL hatte sich im 7. Streik der aktuellen Tarifverhandlungen kurzerhand dazu entschieden, die Zugverbindungen nach bestem Wissen und Gewissen lahmzulegen. Lediglich die Hauptverkehrsadern quer durch die Republik wurden im Rahmen des Ersatzfahrplans bedient. Matthias Petri musste sich mit dem Umstand arrangieren :-)

Auf der PUBKON ging dann alles sehr schnell, quirlig und vor allem herzlich zur Sache. Innige Begrüßungen, Handschläge, High-Fives und Umarmungen mit dem gesamten Orgateam des Events gehören dazu und wir fühlten uns kurzerhand wie in einem Zeitrad zurückversetzt, während die Erinnerungen aus 2014 aufflackerten. In diesem Moment wussten wir wieder: ja! Wir sind da und wir freuen uns auf das Bevorstehende! Generell teilt sich das Event auf zwei große Teilsegmente auf. Einerseits den Workshoptag und andererseits die zweitägige Konferenz mit den einzelnen Sessions. Matthias und ich besuchen in aller Regel immer nur die Konferenz. Was am Workshoptag so getrieben wird, davon haben wir keinen blassen Schimmer. Aber die Konferenz ging bereits gut los und davon möchte ich euch ein wenig erzählen:

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© Ronny Rozum

Nachdem wir ankamen, erhielten wir unsere Anhänger im PUBKON-Branding zum Umhängen mit Namen und Firma darauf. Das dient selbstverständlich wichtigen Gründen. Einerseits möchte man natürlich auf einen Blick wissen, wer da alles so unterwegs ist, andererseits wird NETWORKING auf dieser Veranstaltung großgeschrieben. Kaum gaben wir uns also zu erkennen, gingen schon erste Einzelgespräche los, bis die Keynote begann. Dieses Jahr mit dem besonderen Thema Graphic Recording von Anja Weiß. Ein Vortrag, der animierte, sich die wichtigsten Informationen nicht einfach nur aufzuschreiben, sondern das Schreiben vollständig sein zu lassen und anstelle dessen die Information mit wenigen Strichen zu visualisieren. Vorteil erkannt! Die Sprache der Bilder ist schließlich universal und durch selbst angefertigte Skizzen werden Informationen sichtbar und greifbar. Ein spannendes Thema und plötzlich entpuppte sich der ein oder andere Gast als wahres zeichnerisches Talent.

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© Ronny Rozum

Fortan mussten wir Sitzfleisch beweisen, denn es ging von einer Session zur nächsten und wir lauschten aufmerksam den Referenten, die beileibe keine Unbekannten im kreativen Kosmos waren. Heike Burch, Gregor Fellenz, Haeme Ulrich, Olaf Springorum, Kai Rübsamen – um nur einige zu nennen. Zu bedauern gab es den krankheitsbedingten Ausfall von Jonas Hellwig, der auch von seiner Website kulturbanause.de bekannt ist. Es gab so viele bunt gemischte Themen, dass im Rahmen des Events immer zwei Sessions parallel liefen und somit auch Matthias und ich unser Doppelgespann recht häufig splitteten, um möglichst viel Input abzugreifen. 45 Minuten – also wie eine Schulstunde – ging ein einzelner Vortrag, und da der Charakter der Veranstaltung recht offen und extrovertiert gehalten ist, wurde die Dreiviertelstunde durch Teilnehmerfragen und kompetente Antworten häufig ausgedehnt. Zum Leidwesen der Kaffeesüchtigen, die die 15 Minuten Pause schon sehnsüchtig erwarteten (oder jenen, bei denen der Kaffee wieder raus musste). Ich ließ mich also von den Neuigkeiten rund um die Themen Template-erstellung, Mehr Zeit für Ideen, Crossmedia-Projekte, InDesign & Word, InDesign & InCopy und zuletzt Suchen und Ersetzen mit GREP informieren. Auch gab es eine Preisübergabe unsererseits vom Ostergewinnspiel der PUBKON. Zu gewinnen gab es unser Training Messerscharfe InDesign-Rezepte, das ich an den glücklichen Gewinner übergeben durfte, wie unten rechts im Bild zu sehen. Links sehen wir Matthias Petri, wie er aufmerksam den Vorträgen lauscht.

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© Klaas Posselt

Bis zum frühen Abend am Freitag nahm ich acht spannende Sessions, eine stärkende Mittagspause, ca. 6 Tässchen Kaffee, 2 Liter Wasser und jede Menge Plaudereien und Kontakte mit. Aber was wäre die PUBKON ohne entsprechender Abendveranstaltung? Für mich gesprochen: nur eine halbe PUBKON, und so sorgte auch das Orgateam für Freizeitunterhaltung mit dem Thema „Jenseits von Döner und InDesign“ mit Orhan Tançgil. Ein Türke, der mit InDesign anfing und später im Kochen und Zubereiten exklusiver türkischer Spezialitäten seine Berufung fand. Man muss schon zugeben, dass einem ab 20:00 Uhr durchaus der eigene Magen zu verstehen gab, dass er dringend was zu tun braucht, und so bildete sich nach der Vorstellung von Orhan eine lange Schlange mit gewaltig hungrigen Mäulern. 95% der Kost war vegetarischer Natur. Seht euch hierzu mal unbedingt dieses 20-sekündige Video an! Matthias und ich bildeten die Speerspitze, bedienten uns am Buffet und gaben auch schnell wieder die rar gewordenen Plätze für die anderen Gäste frei. Man erkennt in dem Video auch unschwer, was das Hauptgetränk des Abends so hergab: Bier. Manch weiblicher Gast ließ verlauten, dass man anhand der „Getränkekarte“ schnell auf einen Männerüberhang im Organisationsteam schließen könne, denn mit einer Frau im Orgateam wäre so etwas nicht passiert. Dann gäbe es wenigstens feinen Rot- oder Weißwein … Ich und die Jungs an unserem runden Ecktisch waren mit der Getränkewahl und dem prall gefüllten Kühlschrank voll und ganz zufrieden. Heitere Gespräche rundeten die Nachtschwärmerei ab und wir konnten tolle Kontakte knüpfen, um euch auch in Zukunft mit interessanten Video-Trainings und Tutorials zu versorgen. Kurz vor Mitternacht verlagerte sich die dynamische und redselige Gruppe vom Veranstaltungsort in das Foyer des nahegelegen Hotels. Gut! So wurde der Weg ins eigene Bett immer kürzer (dennoch schaffte ich es erst  im frühen Morgengrauen in mein Schlafzimmer). Eine Mütze voll Schlaf mit sagenhaften 90 Minuten gehörte also mir. Das Klingeln des Weckers war ein Trauerspiel, Vogelgezwitscher sowieso … Kennt ihr das? Schlimm! Ab unter die Dusche und schwungvoll in den zweiten Tag. Die Namensschilder konnten Matthias und ich aber am Folgetag weglassen.

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© Klaas Posselt

Erneut starteten wir in die einzelnen Sessions, während Themen wie Cloud Publishing, Edge Animate, E-Books, Scripting und InDesign-Vorlagen unseren Tag kreuzten.   Der Input-Marathon zeigt sich erfahrungsgemäß am zweiten Tag immer von seiner zäheren Seite. Auf dem Foto unten seht ihr den groß gewachsenen Gregor Fellenz (etwa 195cm), der uns sein neuestes Buch Indesign automatisieren überreicht.

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© Ronny Rozum

Auch bot sich die Gelegenheit, mit den Standortleitern unterschiedlicher InDesign User Groups zu sprechen; die meisten werden von uns durch Sponsoring unterstützt. Am späten Nachmittag war dann auch die Zeit gekommen, Abschied zu nehmen. Die Abschlussveranstaltung brachte letztmalig alle Gäste, Referenten und Organisatoren zusammen. Für uns war die PUBKON ein voller Erfolg und wir gehen immerzu gerne auf dieses Event. Deshalb möchte ich ein herzliches Dankeschön an Stephan Mitteldorf, Anselm Hannemann und Rainer Klute aussprechen, ebenso an alle Unterstützer und Freunde. Bis zum nächsten Jahr, wir hatten eine echt tolle Zeit! Und Danke an alle Fotografen aus dem PUBKON-Team für die Bereitstellung der Fotos.

Bis zum nächsten Jahr – auf der PUBKON! Euer Stefan.

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