# LinkedIn im Selbstversuch: 12 Prinzipien, echte Zahlen

> URL: https://4eck-media.de/blog/linkedin-selbstversuch-12-prinzipien/  
> Language: de  
> Description: Stand heute, 26. Juli 2026, hat mein LinkedIn-Profil rund 400 Follower. Zum Vergleich: Unser YouTube-Kanal von TutKit.com hat über 24.000 Follower, auf Facebook sind es über 110.0…

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Stand heute, 26. Juli 2026, hat mein LinkedIn-Profil rund 400 Follower. Zum Vergleich: Unser YouTube-Kanal von TutKit.com hat über 24.000 Follower, auf Facebook sind es über 110.000 auf unsere eigenen Kanäle verteilt. Wir führen seit 2009 eine Agentur, haben über 350 Web- und SEO-Projekte umgesetzt und beraten Kunden zu KI und Sichtbarkeit. Nur auf der Plattform, auf der unsere eigentliche Zielgruppe sitzt (Geschäftsführer und Marketingverantwortliche im Mittelstand), war ich bisher fast unsichtbar.

Das ist mir lange nicht aufgefallen, weil die anderen Kanäle liefen und es grundsätzlich bei uns gut läuft. Als Agentur wachsen wir. Ein bisschen peinlich ist es trotzdem.

Deswegen starten wir ein Experiment. Öffentlich, mit echten Zahlen, inklusive der Monate, in denen nichts funktioniert. I am about to join the linkedin game. Dann lass uns spielen.

    
        
            
                
                    

![Matthias Petri startet den LinkedIn-Selbstversuch mit rund 400 Followern](https://4eck-media.de/wp-content/uploads/2026/07/linkedin-selbstversuch.avif "LinkedIn-Selbstversuch: 12 Prinzipien und echte Zahlen")
                
            
        
    

## Die Versuchsanordnung

In den letzten Wochen habe ich 13 Ausgaben des Content Playbook ausgewertet, einem englischsprachigen Newsletter, in dem Leute wie Lara Acosta und Jake Ward ihre LinkedIn-Strategien offenlegen. Beide haben Firmen im siebenstelligen Bereich aufgebaut, mit LinkedIn als Hauptkanal. Aus den Ausgaben habe ich 12 Prinzipien destilliert, die immer wieder auftauchen.

Ob diese Prinzipien im deutschen B2B-Umfeld funktionieren, weiß ich nicht. Genau das prüfen wir jetzt.

Die Regeln:

Ein Post pro Woche, 12 Monate lang, bis Ende Juli 2027 will ich mit dieser Frequenz mindestens durchhalten. Einmal im Monat werte ich die Zahlen aus und veröffentliche sie hier im Blog. Gemessen wird, was zählt: Follower aus der Zielgruppe, Gespräche in den Direktnachrichten, Anfragen für Projekte und Vorträge/Podcasteinladungen. Impressionen notiere ich mit, aber sie sind nicht das Ziel (warum, erkläre ich gleich bei Prinzip 9).

Was wir nicht machen: keine Engagement-Pods, keine gekauften Follower, keine künstliche Verknappung mit Countdown, keine Empörungs-Posts für Reichweite. Solche Taktiken tauchen im Playbook durchaus auf. Sie passen weder zu uns noch zum deutschen Mittelstand.

## Die 12 Prinzipien

### 1. Die Idee entscheidet, die Formulierung verstärkt nur

Eine starke Beobachtung mit mittelmäßiger Formulierung kann funktionieren. Eine schwache Idee mit perfekter Formulierung bleibt am Boden. Klingt banal, verändert aber den Arbeitsablauf komplett: Die meiste Zeit fließt jetzt in die Frage, welches echte Ereignis der letzten zwei Wochen einen Post trägt. Kundenfragen, Einwände aus Angeboten, Ergebnisse aus Audits. Formuliert wird erst danach.

### 2. Der Hook ist 80 Prozent des Posts

Die ersten zwei Zeilen entscheiden, ob jemand auf „mehr anzeigen“ klickt. Also bekommt der Einstieg etwa die Hälfte der Schreibzeit. Geschrieben wird in umgekehrter Reihenfolge: erst der Inhalt, dann der Einstieg, am Ende eine Frage, die ein Gespräch öffnet. Ich habe dafür inzwischen eine eigene Bibliothek mit Hook-Mustern angelegt, von der kontraintuitiven Behauptung bis zum nüchternen Satz ganz ohne Emotionswörter (als Ex-Polizist nenne ich den intern den Polizeibericht-Hook).

Damit Gestaltung nicht nur gut aussieht, sondern messbar funktioniert, verbindet unsere [Webdesign Agentur](https://4eck-media.de/kompetenzen/ui-ux-design-webentwicklung/) UX, Content und Entwicklung.

### 3. Konkrete Momente statt Abstraktionen

„Ihre Website ist nicht KI-lesbar“ bewegt niemanden. Dieser Satz schon: Fragen Sie ChatGPT nach den besten Anbietern in Ihrer Branche und Ihrer Region. Wenn Ihr Wettbewerber genannt wird und Sie nicht, haben Sie ein Problem, das Ihr Google-Ranking Ihnen nicht anzeigt. Schmerz wird in Momenten gefühlt, nicht in Konzepten. Jeder Post braucht so einen Moment.

Bei vergleichbaren Aufgaben entwickelt unsere [SEO Agentur](https://4eck-media.de/kompetenzen/seo-agentur/) aus Analyse, Prioritäten und Umsetzung eine nachhaltige Suchstrategie.

### 4. Belege schlagen Behauptungen

LinkedIn ist voll von erfundenen Erfolgsgeschichten, und die Leser wissen das. Wer Screenshots, echte Zahlen und Kundenstimmen zeigt, gewinnt sofort. Für uns heißt das auch: Wir sind unsere eigene Fallstudie. Dieses Experiment ist Prinzip 4 in Aktion, mit allem Risiko, das dazugehört. Wenn die Zahlen schlecht sind, stehen sie trotzdem hier.

### 5. Meinung macht den Experten, Information ist Commodity

Seit jeder mit KI in Sekunden Ratgebertexte erzeugen kann, ist reine Information wertlos geworden. Was bleibt, ist Haltung. Ich werde also Position beziehen, auch wenn es unbequem wird: zu Baukasten-Versprechen, zu KI-Panikmache, zu SEO-Beratung ohne Datenbasis. Widerspruch ist eingeplant und erwünscht.

### 6. Wiederholung schlägt Originalität

Der Feed zeigt jeden Post nur einem Bruchteil der Follower, und eine Woche später hat ihn jeder vergessen. Die erfolgreichsten Autoren wiederholen deswegen 10 bis 15 Kernbotschaften in immer neuen Verpackungen. Das widerspricht meinem Bauchgefühl, das ständig Neues produzieren will. Umso besser lässt es sich testen: Wir definieren unsere Kernbotschaften und bringen funktionierende Posts nach 90 Tagen mit neuem Einstieg vielleicht noch einmal.

### 7. Schreib für den Kunden, nicht für Kollegen

Der klassische Agentur-Fehler: Inhalte, die andere Agenturen beeindrucken. Wer über Agentur-Themen schreibt, zieht Agenturen an. Unsere Posts richten sich an Geschäftsführer und Marketingverantwortliche, und jeder Text muss den Mom-Test bestehen: Würde eine technikferne Person verstehen, worum es geht? Aus „llms.txt und Schema-Markup“ wird dann „wir machen Ihre Website für KI-Systeme lesbar wie ein Buch mit Inhaltsverzeichnis“. Ganz ohne Fachbegriffe kommen wir nicht aus. Sie werden aber erklärt.

### 8. Menschen kaufen Identität und Gefühl, nicht Dienstleistung

Niemand kauft ein Website-Projekt. Gekauft wird das Ergebnis dahinter: gefunden werden, der Konkurrenz voraus sein, sich um die Technik nicht mehr sorgen müssen. Die Posts sollen genau dieses Zielbild greifbar machen, mit Geschichten statt Leistungslisten.

### 9. LinkedIn ist eine Zugangs-Plattform, keine Reichweiten-Plattform

Das Prinzip, das mich am meisten überzeugt hat. Auf LinkedIn sitzen Millionen Entscheider, und einer der Playbook-Autoren berichtet von einem Post mit 75 Likes, der über 200 Anfragen brachte. Reichweite ist angenehm, aber der Wert liegt im Zugang zu den richtigen 50 Menschen. Deswegen messen wir Gespräche und Anfragen, keine Impressionen allein. Und deswegen ist die Followerzahl 400 auch weniger dramatisch, als sie klingt.

### 10. System schlägt Heldentat

Konsistenz kommt aus Routinen, nicht aus Motivation. Meine sieht so aus: Content-Zeit morgens vor der ersten Mail (ich bin ohnehin Frühaufsteher, der Kaffee ist schwarz), ein Ideenspeicher für jede Kundenfrage und jeden Einwand, ein Vorrat an vorbereiteten Posts für volle Wochen. Größere Inhalte wie Vorträge werden ausgeschlachtet: Ein Speaker-Deck liefert Material für Wochen.

### 11. Eigene Analytics sind Marktforschung

Einmal im Monat schaue ich, welche Posts anderthalbmal besser liefen als mein Durchschnitt. Diese Themen sind validiert und werden ausgebaut, zu Artikeln, Vorträgen oder Serien. Wichtig dabei: Die Zahlen bewerten die Posts, nicht mich. Flop-Phasen sind einkalkuliert, jeder Autor hat sie.

    
        
            
                

## Content wirksam gestalten

            
            
                                    

Diese Beiträge zeigen, wie starke Ideen, klare Botschaften und konsequente Distribution Aufmerksamkeit erzeugen und messbar auf Unternehmensziele einzahlen.

            
        
        
                            
                    
                        
                            [![High-Attention-Outreach: mehr Anfragen als über E-Mail (Case Study + Interview)](https://4eck-media.de/wp-content/uploads/2026/04/high-attention-outreach-4eck.avif "High-Attention-Outreach: mehr Anfragen als über E-Mail (Case Study + Interview)")](https://4eck-media.de/blog/mehr-anfragen-mit-high-attention-outreach/ "High-Attention-Outreach: mehr Anfragen als über E-Mail (Case Study + Interview)")
                        
                        
                            
                                [High-Attention-Outreach: mehr Anfragen als über E-Mail (Case Study + Interview)](https://4eck-media.de/blog/mehr-anfragen-mit-high-attention-outreach/)
                                                                    
                                        Matthias Petri
                                    
                                

                                                            
                        
                    
                

                            
                    
                        
                            [![Erneuerbare Energien Website mit SEO](https://4eck-media.de/wp-content/uploads/2025/10/windpark-website-seo-720x480.avif "Erneuerbare Energien Website mit SEO")](https://4eck-media.de/blog/moderne-website-strategischer-seo-content/ "Moderne Website mit strategischer Content-Basis: Unser Projekt für die LEKO ENERGY GmbH")
                        
                        
                            
                                [Moderne Website mit strategischer Content-Basis: Unser Projekt für die LEKO ENERGY GmbH](https://4eck-media.de/blog/moderne-website-strategischer-seo-content/)
                                                                    
                                        Matthias Petri
                                    
                                

                                                            
                        
                    
                

                            
                    
                        
                            [![Buslayout zur Gepflegt-Kampagne von MeckCura](https://4eck-media.de/wp-content/uploads/2025/10/buslayout-gepflegt-kampagne-720x480.avif "Buslayout zur Gepflegt-Kampagne von MeckCura")](https://4eck-media.de/blog/recruiting-kampagne-viral/ "Gepflegt auf die Fresse bekommen: Feedback zu unserer Kampagne")
                        
                        
                            
                                [Gepflegt auf die Fresse bekommen: Feedback zu unserer Kampagne](https://4eck-media.de/blog/recruiting-kampagne-viral/)
                                                                    
                                        Matthias Petri
                                    
                                

                                                            
                        
                    
                

                            
                    
                        
                            [![Video-Tutorials für Online-Druckerei](https://4eck-media.de/wp-content/uploads/2025/10/video-tutorials-fuer-druckerei-viaprinto-1-720x480.avif "Video-Tutorials für Online-Druckerei")](https://4eck-media.de/blog/corporate-publishing-video-tutorials-druckerei-viaprinto/ "Corporate Publishing: Video-Tutorials für die Profi-Druckerei viaprinto.de")
                        
                        
                            
                                [Corporate Publishing: Video-Tutorials für die Profi-Druckerei viaprinto.de](https://4eck-media.de/blog/corporate-publishing-video-tutorials-druckerei-viaprinto/)
                                                                    
                                        Matthias Petri
                                    
                                

                                                            
                        
                    
                

                    
    

### 12. Erst geben, gezielt fragen

Höchstens jeder fünfte bis zehnte Post darf etwas verkaufen. Der Rest liefert: Wissen, Einblicke, Fehler, aus denen andere lernen können. Und einmal im Monat gibt es eine direkte Bitte, zum Beispiel um eine Vorstellung oder einen Speaker-Slot. Angeblich macht das fast niemand, obwohl Menschen gern helfen. Auch das testen wir.

    
        
            
                
                    

![LinkedIn-Profil von Matthias Petri mit 403 Followern zum Start des Selbstversuchs](https://4eck-media.de/wp-content/uploads/2026/07/linkedin-experiment.avif "LinkedIn-Experiment von Matthias Petri: Start mit 403 Followern")
                
            
        
    

## Die Messlatte

Startpunkt am 26. Juli 2026: rund 400 Follower, null laufende Anfragen über LinkedIn.

Zwischenziel bis Ende Januar 2027: 2.000 Follower aus der Zielgruppe, sieben qualifizierte Projektanfragen, mindestens zwei Speaker- oder Podcast-Anfragen.

Jeden Monat erscheint hier ein Update mit den echten Zahlen, den besten und den schlechtesten Posts und dem, was wir angepasst haben.

## Logbuch

Dieser Abschnitt wächst mit. Hier dokumentiere ich, was seit dem Start passiert ist.

### Woche 1 (20. bis 26. Juli 2026)

Am Profil: Folgen-Button aktiviert, Profil-URL auf linkedin.com/in/matthias-petri-4eck gekürzt, Info-Text neu geschrieben. Dazu sieben Beiträge veröffentlicht:

- „Dein Vorschaubild hat ungefähr eine Sekunde“: warum KI-generierte Poster-Infografiken im Feed untergehen und was ein Autobahn-Plakat damit zu tun hat (88 Impressionen, frisch online).
- Website-Launch für die Bolzakademie Rostock: Feriencamps direkt buchbar, barrierefrei nach WCAG 2.2, erzählt aus der Vater-Perspektive (330 Impressionen).
- Netzwerk-Geständnis: warum ich mich vor Events drücke und was ein einziges Treffen mit KI-Beraterin Katrin Berndt trotzdem ausgelöst hat (564 Impressionen, 5 Kommentare).
- Fundstück beim Relaunch für die AWO Müritz: ein Emoji im URL-Slug. Funktioniert technisch, die Frage ist, ob man es sollte (627 Impressionen).
- Der SEO-Tipp, für den man sich fast schämt: Gelbe Seiten. Mit Sistrix-Daten dazu, warum Branchenverzeichnisse gerade ein Comeback erleben (244 Impressionen).
- „Ich zwinge meinen Sohn, unbezahlt in der Agentur zu arbeiten“: ein Ferienjob-Streit als Erziehungsfrage, der bisher stärkste Beitrag (2.472 Impressionen, 16 Kommentare).
- Quizfrage: Wofür steht die Domainendung .eus? Aufgelöst über den Launch von ime.eus für eine Tokioter Unternehmensgruppe (891 Impressionen, 3 Kommentare).

    
        
            
                
                    

![LinkedIn-Post von Matthias Petri mit seinem Sohn bei 4eck Media und 2.472 Impressionen](https://4eck-media.de/wp-content/uploads/2026/07/linkedin-ferienarbeit-post.avif "Ferienarbeit bei 4eck Media: LinkedIn-Post mit 2.472 Impressionen")
                
            
        
    

Erste Beobachtung nach einer Woche: Der persönlichste Beitrag mit dem provokantesten Einstieg führt die Liste an, mit fast dem Vierfachen des zweitbesten. Die reinen Fach-Posts liegen dahinter. Das deckt sich mit den Prinzipien 3 und 8, und es bestätigt die Playbook-These, dass der Hook über alles entscheidet.

### Woche 2 (27. Juli bis 2. August 2026)

Neben dem Posten hat sich am Werkzeugkasten etwas getan: Ich habe angefangen, Hervorhebungen mit Unicode-Zeichen in die Beiträge einzuarbeiten, als Struktur-Anker für Zwischenüberschriften und Kernaussagen. Weil die üblichen Generatoren dafür voller Werbung stecken, hat unser Team daraus direkt ein eigenes Tool gebaut: den [LinkedIn Text Formatter](https://4eck-media.de/linkedin-text-formatter/). Kostenlos, ohne Anmeldung, läuft komplett im Browser. Bewusster Umgang gehört dazu: Screenreader kämpfen mit diesen Zeichen, deshalb setze ich sie sparsam ein und nie für ganze Absätze.

Sieben Beiträge, diesmal ohne Ausreißer nach oben. Alle Zahlen Stand 3. August:

- Heiko, Headhunter aus Berlin, schließt Software-Abos nur noch mit kürzester Laufzeit ab: Statt Abo-Verlängerung baut man sich das Cookie-Banner-Plugin inzwischen selbst, mit Grok und Kimi (302 Impressionen, 6 Reaktionen).
- „Verdient der Trottel von nebenan mehr als du? Die Antwort kostet 1 Euro“: DIE ZEIT und ihr Lehrstück in Programmatic SEO mit Gehaltsseiten für jeden Ort von Malchow bis Neubrandenburg (222 Impressionen, 10 Reaktionen, 1 Kommentar).
- Vier Coding-KIs, ein Briefing, 11 bis 45 Minuten: Grok 4.5 Heavy, Kimi K3 Max, ChatGPT Sol Ultra und Claude Opus 5 mit demselben Prompt getestet, als Dokument-Karussell (190 Impressionen, 1 Kommentar).
- Der UX-Fail der Woche: sechsmal „Mehr erfahren“ auf einer Hotel-Startseite, gefunden bei der Mitbewerberanalyse für ein Kundenprojekt (114 Impressionen, schwächster Beitrag der Woche).
- Der Konter dazu: Warum HelloFresh „Mehr erfahren“ ganz bewusst als Soft-CTA einsetzt und warum trotzdem ein Geschmäckle bleibt (141 Impressionen, 2 Kommentare).
- Wildpark-MV.de: kompletter Relaunch von TYPO3 zu WordPress, erzählt aus der Perspektive des Vaters, der früher selbst mit den Kindern vor den Gehegen stand (253 Impressionen, 14 Interaktionen, beste Interaktionsrate der Woche).
- „Such unsere Agentur auf Clutch. Du wirst uns wohl nicht finden“: Claude hat uns trotzdem gefunden und empfohlen, daraus wurde ein Auftrag aus Kanada (226 Impressionen, 3 Kommentare).

Die Kennzahlen nach zwei Wochen: Das Profil steht bei 435 Followern, gestartet sind wir bei 403. Die 7-Tage-Analytics zeigen 2.869 Impressionen (plus 50 Prozent gegenüber der Vorwoche), 1.187 erreichte Mitglieder, davon 51 Prozent außerhalb des eigenen Netzwerks, dazu 72 Reaktionen und 13 Kommentare.

    
        
            
                
                    

![Wildpark-Beitrag auf LinkedIn](https://4eck-media.de/wp-content/uploads/2026/07/wildpark-linkedin.avif "Wildpark-Beitrag auf LinkedIn")
                
            
        
    

**Drei Beobachtungen aus Woche 2:**

- Erstens fehlte der Ausreißer. In Woche 1 hat der Ferienjob-Post mit 2.472 Impressionen alles überstrahlt, diese Woche lagen alle Beiträge zwischen 114 und 302. Dafür trägt die Basis: Der Netzwerk-Post aus Woche 1 sammelte im gleichen Zeitraum nochmal über 700 Impressionen nach. Reichweite entsteht offenbar auch aus dem Bestand, nicht nur aus dem Neuen.
- Zweitens bestätigt sich das Muster aus Woche 1: Beiträge mit persönlicher Verbindung (Wildpark als Familienerinnerung, der Kanada-Auftrag als Story) schlagen die reinen Fach-Posts. Der nüchternste Beitrag der Woche, der Hotel-UX-Fail, lief am schwächsten. Interessant daran: Genau dieser Post hat eine Serie gestartet. Der HelloFresh-Konter griff ihn auf, ein dritter Beitrag zu Branding im KI-Zeitalter folgt. Ob eine Serie schwache Einzelwerte ausgleicht, sehen wir im Monatsupdate (Prinzip 6, Wiederholung schlägt Originalität).
- Drittens der ehrliche Blick in die Demografie, und der hat es in sich: 29 Prozent meiner erreichten Mitglieder sind Berufseinsteiger, nur 5 Prozent Geschäftsführer. Gemessen an der Zielgruppe (Entscheider im Mittelstand) erreiche ich aktuell die Falschen. Das ist der Preis der breiten Themen und ein Arbeitsauftrag für Prinzip 7: mehr Posts, die Kundenprobleme statt Branchenthemen behandeln. [

### Woche 3 (3. bis 9. August 2026)

Sieben neue Beiträge, dazu erstmals messbarer Nachlauf aus den Vorwochen. Die Zahlen der neuen Posts:

- Award-Nominierung als Geschäftsmodell: Warum uns regelmäßig Post erreicht, in der nur eine vierstellige Rechnung zwischen Nominierung und Auszeichnung steht (556 Impressionen, 12 Interaktionen, bester Beitrag der Woche).
- Der LinkedIn Text Formatter, den unser Team gebaut hat, weil die üblichen Unicode-Generatoren voller Werbung stecken (553 Impressionen, 10 Interaktionen).
- Kundenbeziehungen in der KI-Zeit, erzählt von einem Angelausflug auf den Lofoten mit zwei Kunden (463 Impressionen, 18 Interaktionen, beste Interaktionsrate der Woche).
- Der „Will-so’n-Effekt“ nach Erstgesprächen: Was Neukunden regelmäßig sagen, wenn sie 15 Minuten später unser Protokoll im Postfach haben (180 Impressionen).
- Die Search Console kann jetzt Social: Erste Auswertung des TutKit-YouTube-Kanals, meistgesuchter Begriff ausgerechnet „Aktfotos“ (112 Impressionen).
- WPML bleibt, die Texte macht jetzt Claude: unser Übersetzungs-Workflow für mehrsprachige WordPress-Projekte (80 Impressionen).
- Die englische Sprachversion als GEO-Hebel, veröffentlicht am letzten Tag der Woche und deshalb noch ohne belastbare Zahl.

Aus den Vorwochen kamen im selben Zeitraum weitere Impressionen dazu, unter anderem für den Wildpark-Relaunch (128), den Clutch- und Kanada-Post (101) und den Branding-Beitrag (84).

Die Kennzahlen nach drei Wochen: 448 Follower, gestartet sind wir bei 403. In den sieben Tagen 2.659 Impressionen, 11 Prozent weniger als in der Vorwoche, dazu 814 erreichte Mitglieder, 71 Reaktionen und 6 Kommentare.

    
        
            
                
                    

![Auszeichnungen als Geschäftsmodell](https://4eck-media.de/wp-content/uploads/2026/07/ausgezeichnet-linkedin.avif "Auszeichnungen als Geschäftsmodell")
                
            
        
    

**Drei Beobachtungen aus Woche 3:**

- Erstens ist die Reichweite leicht gesunken, obwohl die Spitzenwerte gestiegen sind. In Woche 2 lag der beste Beitrag bei 302 Impressionen, in Woche 3 bei 556. Trotzdem steht unter dem Strich ein Minus von 11 Prozent, weil die schwächeren Beiträge diesmal deutlich weiter abfielen. Ein Muster erkenne ich nach drei Wochen: Beiträge, die ein Verhalten kritisieren oder ein Werkzeug verschenken, laufen besser als Beiträge, die etwas erklären.
- Zweitens der wichtigste Warnwert der Woche: Der Anteil der Reichweite außerhalb des eigenen Netzwerks ist von 51 auf 40 Prozent gefallen. Ich erreiche also stärker die Leute, die mir ohnehin folgen, und dringe seltener in fremde Feeds vor. Bei 448 Followern ist das genau die falsche Richtung, denn Wachstum entsteht außerhalb der eigenen Blase. Auch die Kommentare sind von 13 auf 6 zurückgegangen, bei fast gleicher Reaktionszahl. Zwei Erklärungen liegen nahe: Mehrere Beiträge dieser Woche endeten auf einer These statt auf einer Frage, und drei der sieben Posts drehten sich um Fachthemen mit engem Publikum.
- Drittens bewegt sich die Zielgruppe langsam. Der Anteil der Berufseinsteiger unter den erreichten Mitgliedern sank von 29 auf 24 Prozent, dafür rückten kleinere Unternehmen mit 2 bis 10 Beschäftigten auf 16 Prozent vor. Das ist noch nicht die Zielgruppe aus der Versuchsanordnung, geht aber in die richtige Richtung. Für Woche 4 nehme ich mir deshalb zwei Dinge vor: mehr Beiträge, die konkrete Kundenprobleme behandeln, und wieder konsequent eine Frage am Ende jedes Posts.

Nebenbei ist in dieser Woche ein Werkzeug entstanden, das aus dem Experiment selbst hervorging: Weil ich angefangen habe, Hervorhebungen mit Unicode-Zeichen zu setzen, und die verfügbaren Generatoren voller Werbung stecken, hat unser Team einen eigenen [LinkedIn Text Formatter](https://4eck-media.de/linkedin-text-formatter/) gebaut. Kostenlos, ohne Anmeldung, alles läuft im Browser. Weil Screenreader mit diesen Zeichen kämpfen, setze ich sie sparsam ein und nie für ganze Absätze.

Auch gab es eine konkrete Anfrage von einem Zoo hier aus M-V, weil die Marketing-Managerin mitbekommen hat, dass wir den Wildpark-MV-Relaunch vollzogen haben. Es ist noch nicht ganz klar, ob der Trigger über den Linkedin-Beitrag kam oder durch andere Wege, wie etwa der Google-Recherche. Das finde ich noch heraus.

Wenn Sie das Experiment verfolgen wollen: Auf LinkedIn finden Sie mich unter [Matthias Petri](https://www.linkedin.com/in/matthias-petri-4eck/), dort läuft der Selbstversuch live. Und wenn Sie selbst gerade mit LinkedIn hadern, seien Sie versichert: Wir beide saßen kürzlich noch in einem Boot.
