Mit KI schreiben, ohne dass es jemand merkt: der Fehler, den 99 Prozent aller Einsteiger machen
Vergangene Woche haben wir zwei Kundenprojekte vor dem Go-live geprüft. Nicht auf kaputte Links oder Ladezeiten, das war längst erledigt, sondern auf ein einziges Zeichen: den langen Gedankenstrich. Das Ergebnis auf einem der beiden Projekte: mehrere hundert Treffer, davon allein über 250 in den Bildbeschreibungen und Titeln der Mediathek. Der Rest verteilte sich auf Seitentexte, Teaser und sogar die Theme-Einstellungen.
Ein einzelner Strich ist harmlos. In dieser Menge ist er ein Etikett, und auf dem Etikett steht: Hier hat eine KI geschrieben, und kein Mensch hat es gegengelesen. Leser spüren das inzwischen nach wenigen Absätzen. Kollegen aus der Branche erkennen es auf einen Blick. Und die Suchmaschine zieht ihre Schlüsse, lange bevor der erste Besucher abspringt.
Damit eines klar ist: Wir arbeiten täglich mit KI. Erste Entwürfe, Recherche, Übersetzungen kompletter Websites, ohne KI wäre unser heutiges Tempo nicht denkbar. Der Unterschied liegt in einem einzigen Arbeitsschritt, den 99 Prozent der Einsteiger überspringen: der Redaktion. Genau um diesen Schritt geht es hier: KI-Texte erkennen, die Marker verstehen und sie sauber entfernen.
Der Fehler, den fast jeder Einsteiger macht
Der Ablauf ist immer derselbe: ChatGPT öffnen, Thema eingeben, Ergebnis kopieren, in WordPress einfügen, veröffentlichen. Zehn Artikel an einem Nachmittag, das Content-Problem wirkt gelöst. Drei Monate später zeigt die Search Console ein paar Dutzend Impressionen und null Klicks. Die Schlussfolgerung lautet dann gern: SEO ist tot, Bloggen bringt nichts.
Beides stimmt nicht. Der Text war nur nie fertig. Ein KI-Entwurf ist sauber strukturiert, grammatikalisch korrekt und inhaltlich meist brauchbar. Aber er klingt exakt wie die zehntausend anderen KI-Texte zum selben Thema, die im selben Monat online gegangen sind. Wer den Entwurf ungeprüft veröffentlicht, veröffentlicht Durchschnitt. Und Durchschnitt hat in einer Suchmaschine keinen Anspruch auf Seite eins.
Google verbietet KI-Texte nicht. Es belohnt sie nur nicht.
Räumen wir zuerst mit einem Missverständnis auf: In den offiziellen Google-Richtlinien steht ausdrücklich, dass die Herkunft eines Textes zweitrangig ist, solange der Inhalt Menschen weiterhilft. Ein Verbot von KI-Texten gibt es nicht. Eine Belohnung allerdings auch nicht.
Was Google seit den letzten Core Updates gezielt abwertet, ist massenhaft produzierter Inhalt ohne eigenen Mehrwert, in den Spam-Richtlinien heißt das „skalierter Contentmissbrauch“. Die typischen KI-Marker wirken dabei wie eine Selbstauskunft: Sie zeigen jedem, dass hier niemand redigiert hat. Dazu kommen die Nutzersignale. Einen Text, den nicht einmal der eigene Autor gelesen hat, liest auch sonst niemand zu Ende: kurze Verweildauer, hohe Absprungrate, keine Interaktion. Diese Daten sieht die Suchmaschine, und sie urteilt entsprechend.
Woran man KI-Texte in fünf Sekunden erkennt
Der lange Gedankenstrich
Der bekannteste Marker zuerst. KI-Modelle setzen den Gedankenstrich in fast jeden zweiten Absatz, Menschen tun das nicht: Auf der Tastatur gibt es dafür nicht einmal eine eigene Taste. In Redaktionen und auf LinkedIn gilt der lange Strich inzwischen als das KI-Erkennungszeichen schlechthin. Wer einmal darauf achtet, kann nicht mehr wegsehen.
Unsere Regel dazu ist radikal einfach, und sie stammt nicht aus einem SEO-Leitfaden, sondern aus einer internen Ansage: keine Gedankenstriche, nirgends. Stattdessen ein Komma, ein Doppelpunkt oder ein neuer Satz. Der kurze Bindestrich bleibt nur dort, wo er ins Wort gehört: in zusammengesetzten Begriffen, Zahlenbereichen und Telefonnummern. Diese eine Regel verändert den Klang eines Textes stärker, als man erwartet.
Emojis, Fettdruck und das ewige Fazit
Der Strich hat Geschwister: Emojis in Überschriften. Fett markierte Schlüsselbegriffe in jedem zweiten Absatz. Aufzählungen nach immer demselben Schema. Und ganz am Ende die Pflichtsektion mit der Überschrift „Fazit“, eingeleitet mit „Zusammenfassend lässt sich sagen“. Nichts davon ist für sich genommen falsch. Zusammen ergeben diese Muster einen Fingerabdruck, den jeder Vielleser sofort zuordnet.
Die Lieblingswörter
Jedes Sprachmodell hat seinen eigenen Wortschatz. Im Deutschen gehören dazu „entscheidend“, „nahtlos“, „ganzheitlich“, „maßgeschneidert“ und „revolutionieren“, dazu Einstiege wie „In der heutigen digitalen Welt“ und Füllsätze wie „Es ist wichtig zu beachten, dass“. Das Problem ist nie das einzelne Wort, sondern die Dosis: Wenn in tausend Wörtern fünfmal etwas entscheidend ist und dreimal etwas nahtlos funktioniert, liest sich der Text wie aus dem Baukasten.
Die Gegenmaßnahme ist unbequem, aber simpel: streichen und konkret werden. Statt „entscheidend“ schreiben Sie, was schiefgeht, wenn man es weglässt. Statt „maßgeschneidert“ benennen Sie, was genau angepasst wurde. Konkretion ist das eine, was die KI Ihnen nicht abnehmen kann, denn sie kennt Ihr Projekt nicht.
Der Rhythmus
Der zuverlässigste Marker lässt sich nicht per Suchfunktion finden: Es ist der Takt. KI-Sätze sind auffällig gleich lang, jeder Absatz gleich gebaut, unter jeder Zwischenüberschrift drei Beispiele und ein kleines Resümee. Menschen schreiben anders. Mal ein langer Satz mit einem Einschub, der von einem echten Projekt erzählt. Mal zwei Wörter. So wie hier.
Und Menschen haben etwas, das kein Modell ersetzen kann: Erlebnisse. Eine Zahl aus dem eigenen Betrieb, eine Meinung, die der gängigen Empfehlung widerspricht, ein Fehler, der Geld gekostet hat. Genau diese Stellen sind für Leser wie für Google das stärkste Qualitätssignal. Wer mit KI schreibt, sollte die Hälfte seiner Zeit in sie investieren.
Wie daraus bei uns eine feste Regel wurde
Zurück zu den beiden Projekten vom Anfang, geprüft haben wir sie nach unserer Go-live-Checkliste. Die Texte dort waren inhaltlich in Ordnung: fachlich korrekt, ordentlich strukturiert, keine Fehler. Aber die Marker steckten überall, von den Seitentexten über die Teaser bis hinunter in Alt-Texte und Theme-Optionen. Die Bereinigung hat uns Stunden gekostet. Direkt nach dem Schreiben wäre sie eine Sache von Minuten gewesen.
Seitdem gilt bei uns: Kein Text geht live, bevor er nicht auf diese Marker geprüft wurde. Blogartikel, Seitentexte, Referenzen, sogar Bildbeschreibungen. Nicht, um etwas zu verstecken, sondern weil redigierte Texte schlicht besser sind: kürzer, präziser, glaubwürdiger. Dass sie nebenbei nicht mehr nach Maschine aussehen, ist der angenehme Nebeneffekt.
Für einzelne Artikel reicht Strg+F im Browser. Für eine komplette Website nicht: Dort stecken die Marker auch in Alt-Texten, Menüs und Widgets, die keine Volltextsuche erfasst. In WordPress helfen Plugins wie Search Regex oder Better Search Replace, die die gesamte Datenbank nach den Zeichen durchsuchen. Wir selbst lassen inzwischen einen KI-Assistenten mit dem Prompt aus dem nächsten Abschnitt über alle Inhalte laufen, das deckt auch die Ecken ab, an die niemand denkt.
Wenn die KI schon Striche gesetzt hat: die Ersetzungsregeln
Einfach jeden Strich durch ein Komma zu ersetzen, geht schief, das haben wir selbst schmerzhaft gelernt. Der Gedankenstrich übernimmt je nach Satz eine andere Aufgabe, und der Ersatz muss zur Aufgabe passen. Vier Fälle decken praktisch alles ab:
- Vor einer Aufzählung oder Erklärung: Doppelpunkt. Aus „Wir prüfen drei Dinge — Design, Technik, Inhalt“ wird „Wir prüfen drei Dinge: Design, Technik, Inhalt“.
- Kurzer Einschub mitten im Satz: Kommas oder Klammern. Aus „Das Ergebnis — nach nur zwei Wochen — war deutlich“ wird „Das Ergebnis war nach nur zwei Wochen deutlich“.
- Zwei vollständige Sätze: Punkt. Aus „Der Test lief gut — wir haben viel gelernt“ wird „Der Test lief gut. Wir haben viel gelernt“.
- Nachgeschobene Pointe am Satzende: Komma oder Doppelpunkt, je nachdem, wie viel Gewicht sie tragen soll.
Dazu gehört eine zweite Regel, die noch strenger klingt, als sie ist: In den Text kommt nur, was auf einer normalen Tastatur liegt. Keine Pfeile, keine Häkchen, keine Unicode-Aufzählungszeichen, keine Emojis. Der Bindestrich bleibt ausschließlich dort, wo er ins Wort gehört: in Komposita wie „Go-live-Checkliste“, in Zahlenbereichen wie „9-17 Uhr“ und in Telefonnummern. Wer eine Zeitspanne eleganter mag, schreibt „9 bis 17 Uhr“ aus.
Die Minus-Liste: Floskeln, die alle Sprachmodelle lieben
Diese Liste haben wir über Monate aus eigenen Entwürfen gesammelt, aus ChatGPT, Claude und Gemini gleichermaßen. Die Modelle unterscheiden sich im Ton, ihre Lieblingsvokabeln teilen sie sich. Jedes dieser Wörter ist für sich genommen erlaubt. Ab dem zweiten Auftreten pro Text gilt: streichen oder konkret machen.
| Kategorie | Typische Vertreter | Was stattdessen hilft |
|---|---|---|
| Aufgeblasene Adjektive | entscheidend, essenziell, nahtlos, ganzheitlich, maßgeschneidert, robust, innovativ, dynamisch, zukunftssicher, umfassend | Benennen, was das Ding konkret tut oder kann |
| Marketing-Verben | revolutionieren, transformieren, entfesseln, freisetzen, „auf das nächste Level heben“ | Das tatsächliche Ergebnis nennen: Zahl, Zeit, Effekt |
| Floskel-Einstiege | „In der heutigen digitalen Welt“, „Im digitalen Zeitalter“, „Tauchen wir ein“, „Willkommen in der Welt von“, „Lassen Sie uns beleuchten“ | Mit einem Fakt, einer Zahl oder einer Szene beginnen |
| Absicherungs-Füller | „Es ist wichtig zu beachten, dass“, „Man sollte bedenken“, „im Wesentlichen“, „grundsätzlich gilt“ | Ersatzlos streichen, der Satz funktioniert ohne |
| Pseudo-Übergänge | „Darüber hinaus“, „Des Weiteren“, „Zudem“, „Abschließend lässt sich sagen“, „Zusammenfassend“ | Den neuen Absatz direkt mit dem Inhalt beginnen |
| Bild-Klischees | Game-Changer, Meilenstein, Herzstück, Synergien, „die digitale Landschaft navigieren“, „eine spannende Reise“ | Sagen, was passiert ist, ohne Metapher |
| Struktur-Klischees | Dreierketten („schnell, einfach und effizient“), rhetorische Fragen als Absatzstart, „Ob X, Y oder Z:“ | Muster brechen: mal ein Beispiel, mal vier, mal keins |
Der Prompt: So korrigiert die KI ihren eigenen Text
Die gute Nachricht: Den größten Teil dieser Redaktion kann wieder eine KI übernehmen, wenn man ihr die Regeln explizit mitgibt. Der folgende Prompt funktioniert identisch in Claude, in ChatGPT und in jedem anderen Assistenten. In Claude Cowork lässt er sich sogar über ganze Ordner oder ein komplettes CMS laufen, genau so haben wir die mehreren hundert Striche aus dem Anfang dieses Artikels gefunden und ersetzt. Kopieren, Text anhängen, fertig:
Pruefe und ueberarbeite den folgenden Text nach diesen Regeln, ohne Inhalt, Fakten oder Aussagen zu veraendern:
1. Ersetze jeden Gedankenstrich und Halbgeviertstrich nach Kontext: Doppelpunkt vor Aufzaehlungen oder Erklaerungen, Komma bei kurzen Einschueben, Punkt und neuer Satz bei zwei vollstaendigen Hauptsaetzen. Der Bindestrich bleibt nur in zusammengesetzten Woertern, Zahlenbereichen und Telefonnummern.
2. Verwende ausschliesslich Zeichen, die auf einer normalen Tastatur liegen. Entferne Emojis, Pfeile, Haekchen und Sonderzeichen-Aufzaehlungen.
3. Streiche oder ersetze diese Woerter und Floskeln, wenn sie mehr als einmal vorkommen oder nichts Konkretes aussagen: entscheidend, essenziell, nahtlos, ganzheitlich, massgeschneidert, robust, innovativ, dynamisch, zukunftssicher, umfassend, revolutionieren, transformieren, entfesseln, Game-Changer, Meilenstein, Herzstueck, Synergien, "in der heutigen digitalen Welt", "es ist wichtig zu beachten", "darueber hinaus", "des Weiteren", "zusammenfassend laesst sich sagen". Formuliere stattdessen konkret, was gemeint ist.
4. Variiere die Satzlaenge deutlich. Wechsle lange und kurze Saetze ab und loese gleichfoermig gebaute Absaetze auf. Vermeide Dreierketten wie "schnell, einfach und effizient".
5. Entferne Fettdruck im Fliesstext, Emojis in Ueberschriften und Abschnitte mit der Ueberschrift "Fazit". Arbeite deren Inhalt in den letzten Absatz ein.
6. Schreibe aktiv statt passiv und ersetze Substantivketten durch Verben.
7. Markiere jede Zahl und jede Behauptung, die du nicht sicher belegen kannst, mit [PRUEFEN]. Erfinde nichts dazu.
Gib zuerst den ueberarbeiteten Text aus, danach eine kurze Liste aller Aenderungen.Ein Hinweis aus der Praxis: Der Prompt ersetzt den letzten menschlichen Blick nicht. Punkt 7 ist der Grund, warum wir ihn trotzdem jedem empfehlen: Die markierten Stellen zeigen sofort, wo die KI sich ihre Fakten zusammengereimt hat. Diese Stellen prüft ein Mensch, alles andere ist in zwei Minuten erledigt.
KI-Detektoren und Humanizer: was wirklich zählt
Detektoren wie GPTZero oder Originality messen im Kern zwei Dinge: wie vorhersehbar die Wortwahl ist und wie gleichförmig die Sätze gebaut sind. KI-Modelle wählen statistisch das wahrscheinlichste nächste Wort, deshalb wirken ihre Texte glatt und austauschbar. Menschliche Texte überraschen: ein ungewöhnliches Wort, ein abrupter kurzer Satz, ein Detail, das nur der Autor kennen kann. Wer die Checkliste aus diesem Artikel anwendet, besteht diese Prüfungen nebenbei, nicht weil er den Detektor austrickst, sondern weil der Text tatsächlich menschlich geworden ist.
Von automatischen Humanizer-Tools raten wir dagegen ab. Sie tauschen Wörter mechanisch gegen Synonyme und zerstören dabei oft Präzision und Lesbarkeit: Aus „Dämmstärke berechnen“ wird dann „Isolationsdicke kalkulieren“, und spätestens der Fachleser merkt, dass hier niemand nachgedacht hat. Zehn Minuten Handarbeit schlagen jedes dieser Tools. Und ganz nüchtern: Detektoren irren regelmäßig in beide Richtungen, sie halten Klassiker für KI und polierte KI-Texte für menschlich. Verlassen Sie sich nicht auf das Urteil, verlassen Sie sich auf die Substanz.
Acht Stilregeln, die jeden Text menschlicher machen
- Aktiv statt Passiv: „Wir haben gemessen“ statt „Es wurde gemessen“.
- Verben statt Substantivketten: „prüfen“ statt „eine Prüfung durchführen“.
- Eine Aussage pro Satz. Wer beim Vorlesen Luft holen muss, teilt den Satz.
- Satzanfänge variieren: nicht dreimal hintereinander mit demselben Subjekt beginnen.
- Konkrete Zahlen statt „viele“, „zahlreiche“ und „diverse“.
- Adjektive halbieren. Jedes, das bleibt, muss etwas beweisen.
- So schreiben, wie Sie es einem Kunden am Telefon erklären würden. Fachbegriffe nur, wenn der Leser sie kennt.
- Mindestens einmal Stellung beziehen. Eine echte Meinung kann keine Maschine für Sie formulieren.
Die Redaktions-Checkliste auf einen Blick
Diese Prüfung dauert pro Artikel etwa zehn Minuten. Sie ist der Unterschied zwischen einem Text, der gelesen wird, und Nummer 47 von zehntausend gleichen.
| Prüfpunkt | So prüfen Sie | Warum es auffällt |
|---|---|---|
| Lange Striche | Per Strg+F nach dem Gedankenstrich (—) und dem Halbgeviertstrich (–) suchen, jede Fundstelle ersetzen: Komma, Doppelpunkt oder neuer Satz | Der bekannteste KI-Marker überhaupt |
| Floskeln | „Entscheidend“, „nahtlos“, „ganzheitlich“, „in der heutigen digitalen Welt“ streichen oder konkretisieren | Die Häufung wirkt wie aus dem Baukasten |
| Fakten und Zahlen | Jede Behauptung nachprüfen, die KI erfindet Details sehr überzeugend | Ein falscher Wert ruiniert die Glaubwürdigkeit des ganzen Artikels |
| Eigene Substanz | Mindestens eine eigene Erfahrung, Zahl oder Meinung ergänzen | Generischer Text gibt Google keinen Grund zum Ranken |
| Rhythmus | Den Text laut lesen und gleichförmige Passagen umschreiben | Der monotone Takt verrät die Maschine auch ohne Marker |
| Nebenschauplätze | Überschriften, Meta-Angaben und Alt-Texte mitprüfen | Die Marker stecken oft außerhalb des Fließtexts |
Werkzeug ja, Autopilot nein
Lohnt sich der Aufwand? Rechnen wir kurz: Die KI spart beim Schreiben Stunden, die Redaktion danach kostet Minuten. Die Maschine liefert Struktur und Rohmasse, der Mensch liefert Wahrheit, Erfahrung und Ton. In dieser Reihenfolge entsteht Content, der nicht durch Filter fällt, weil er schlicht gut ist. In umgekehrter Reihenfolge entsteht das, was gerade zu Zehntausenden unsichtbar im Netz verstaubt.
Übrigens: Dasselbe Prinzip gilt auch mehrsprachig. Wie wir komplette Websites per WPML mit KI übersetzen und die Qualität dabei Schritt für Schritt kontrollieren, steht in unserem Workflow-Artikel.
Häufige Fragen zu KI-Texten
Nicht als Etikett am einzelnen Text, aber sehr zuverlässig als Muster: identische Struktur über viele Artikel, austauschbare Formulierungen, fehlende eigene Substanz und Nutzer, die nach Sekunden abspringen. Abgewertet wird nicht die Herkunft, sondern Masse ohne Mehrwert. Genau deshalb funktioniert redigierter KI-Text, während roher KI-Text unsichtbar bleibt.
Für Marketing- und Blogtexte gibt es aktuell keine Kennzeichnungspflicht. Anders sieht es je nach Branche aus, etwa bei journalistischen Angeboten oder rechtlich sensiblen Inhalten. Wichtiger als ein Label ist die Verantwortung: Wer veröffentlicht, haftet für den Inhalt, egal wer den ersten Entwurf geschrieben hat. Deshalb gehört jede Zahl geprüft, bevor der Text live geht.
Mäßig. Sie liefern regelmäßig Fehlalarme in beide Richtungen und taugen nicht als Beweis. Trotzdem nutzen Redaktionen, Hochschulen und Auftraggeber sie als ersten Filter. Unsere Haltung: nicht für den Detektor schreiben, sondern die Marker entfernen und eigene Substanz ergänzen. Dann ist das Ergebnis ohnehin unauffällig.
Nein. Diese Tools ersetzen Wörter mechanisch durch Synonyme und verwässern dabei Fachsprache und Präzision. Sie erzeugen Texte, die weder nach Maschine noch nach Mensch klingen, sondern nach gar nichts. Die zehn Minuten mit unserer Checkliste liefern ein besseres Ergebnis und einen Text, hinter dem Sie stehen können.
Mit etwas Routine etwa zehn Minuten pro Artikel: zwei Minuten für Striche und Sonderzeichen per Suchfunktion, drei für Floskeln, fünf für lautes Lesen und die eigene Ergänzung. Der Prompt aus diesem Artikel verkürzt das weiter, weil er die mechanischen Schritte übernimmt und nur die Prüfstellen übrig lässt.
Ja, ausdrücklich. Passen Sie die Minus-Liste an Ihre Branche an, jede hat ihre eigenen Buzzwords. Und wenn Sie auf Marker stoßen, die hier fehlen: Schreiben Sie uns, wir erweitern die Liste laufend.