Was ist passiert in den letzten 12 Monaten: Rückblende 2017

Matthias Petri 21. Dezember 2017

Zum Jahresende ist immer ein guter Anlass, um die vergangenen 12 Monate einmal Revue passieren zu lassen. Mir geht es so, dass Woche für Woche vergeht und der Eindruck mich beschleicht, dass wir nicht wirklich vorwärtskommen, nicht wirklich etwas reißen. Wir sind in unserem Alltagstrott und arbeiten die Sachen vom Tisch. Kennt ihr das Erleben? Wenn dann aber doch einmal gesichtet und gesammelt, bewertet und begutachtet wird, merke ich, dass wir doch eine sehr produktive Zeit hatten.

Vorweg: Dieser Artikel ist erstmals in unserem Online-Magazin Commag erschienen mit der Leserschaft aus unserer Community PSD-Tutorials.de. Daher ist die Ansprache in Du-Form und immer etwas mit Fokus auf die Community. Was ist passiert in den letzten 12 Monaten? Eine Rückblende auf das Jahr 2017.

Während es noch vor fünf Jahren relativ einfach war, ein Fazit zu ziehen, liegen die Dinge heute etwas anders. Ich brauchte nur mal in unsere Portalnews schauen, was über das Jahr los war, und goss das Ganze in einen Beitrag. Heute gibt es neben dem Portal und Shop auch noch unsere Kreativ-Flatrate TutKit.com und unsere Agentur für Kundenprojekte. Das Commag habe ich seit jeher als Chronist unseres Wirkens und Schaffens betrachtet. So möchte ich jetzt auch festhalten, was uns dieses Jahr bewegt hat und was wir bewegt haben. Ich gebe Einblicke in unsere Spielfelder. Dabei wird dem einen oder anderen vielleicht bewusst, dass wir nicht mehr nur die netten Community-Boys von früher sind, sondern sich daraus mittlerweile auch ein Kreativunternehmen etabliert hat, das versucht, am Markt in seiner Nische mitzuhalten. Der Fokus hat sich vergrößert … mit allen Vor- und Nachteilen. Vorteil Nummer 1 ist für euch und uns: Wir sind genau deswegen immer noch da. So, kommen wir jetzt zum Rückblick, beginnend mit dem Mutterschiff, mit dem auch alles begann: PSD-Tutorials.de.

Neues rund um PSD-Tutorials.de

Gestern war der 20.12.2017. Vor genau 15 Jahren erblickte PSD-Tutorials.de das Licht der Welt. Es hat sich seitdem einiges getan in all den Jahren. Die erste Version sah noch so aus:

Erste Version von PSD-Tutorials.de im Dezember 2002

„Am Anfang fand ich Photoshop fürchterlich“, sagte Stefan im Teammeeting zu Beginn dieser Woche. „Aber dann stellte ich fest, dass man damit doch einiges machen kann.“ Und schwups war die Idee für eine Seite geboren, die mit dem heutigen Tage ein kleines Jubiläum feiert: PSD-Tutorials.de ist 15. Ursprünglich sollte hier zu Photoshop wöchentlich ein deutschsprachiges Tutorial veröffentlicht werden. Doch die Luft nach oben ist ja immer da und insofern gesellten sich schon bald Funktionen um Funktionen, Inhalte um Inhalte hinzu. Eine wesentliche Änderung: nicht nur anbieten, sondern über die Plattform kommunizieren lassen. Auf die Überredungskünste eines Users hin verwandelte sich die reine Tutorial-Seite schnell in eine Community. Seither wurde sowohl unter der Software-Haube als auch über ihr beständig poliert, damit PSD-Tutorials.de den sich verändernden Umgebungsbedingungen standhält. Den Weg vom ursprünglichen Design bis zum heutigen, von der ersten Grundfunktion bis zu all dem, was ihr aktuell vorfindet, könnt ihr euch in der Historie von PSD-Tutorials.de in Wort und Bild ansehen.

Eine Geschichte, die heute nur deshalb satte 15 Jahre in die Waagschale werfen kann, weil die Seite von den Usern, begleitet, genutzt, mit Leben gefüllt wird. Und auch eine Geschichte, die ohne den engagierten Einsatz fleißiger Moderatoren nur allzu schnell ihren Abbruch gefunden hätte. Insofern und mit allerbestem Gruß von Stefan, meinem Team und mir: ein dickes, fettes, unterstrichenes Dankeschön an jeden Mitwirkenden!

Hinter uns liegen unzählige – also wirklich unzählige – Foreneinträge, Contests, Videos, Downloads, Commags und News. Vor uns deutet sich nicht einmal auch nur ansatzweise das sanfte Schimmern eines Endes an. Wir freuen uns auf die nächsten 15, ach was, 30 Jahre mit PSD-Tutorials.de, mit all den spannenden Wandlungen, die da kommen mögen – und natürlich mit euch.

Jetzt blicken wir mit Stolz auf dieses Design:

PSD-Tutorials.de

Die erste Änderung, die sich in diesem Jahr auf PSD-Tutorials.de einstellte, hat direkt mit unserem Online-Magazin Commag zu tun. Wir haben die Erscheinungsfrequenz auf zweimal pro Jahr reduziert. Über 10 Jahre haben wir den hohen Puls von monatlichen Schlägen durchgehalten. Dass ein PDF-Magazin etwas am Zahn der Zeit nagt, ist eine Ursache für sinkende Leserzahlen. Das Lesekonsumverhalten hat sich gewandelt, während wir Jahr für Jahr weiter an der Qualität nach oben geschraubt haben. Unser Chefredakteur Stefan Riedl macht einen ausgezeichneten Job und orchestriert ein ganzes Heer an freiwilligen Redakteuren und Layoutern, ohne die so ein kostenloses Magazin auf diesem Niveau gar nicht möglich wäre. Der Zeitaufwand in der Erstellung ist so intensiv, dass wir bei der Erscheinungshäufigkeit einfach einen Gang runterschalten mussten, damit uns unser Liebhaberprojekt auch weiterhin verführerisch anlächelt, statt irgendwann als Arbeitsmonstrum zu gelten, wobei parallel die Downloadzahlen leider zu oft unter unseren Erwartungen bleiben. Ich bin überzeugt, mit der halbjährlichen Frequenz haben wir eine gute Schlagzahl gefunden, um auch perspektivisch die Lust und Freude am Commag zu bewahren und um weiterhin ein gutes Magazin mit interessantem Input für euch publizieren zu können.

Das Cover der aktuellen Ausgabe, mit Klick drauf geht es zum Download:

Commag Cover der Dezember 2017er Ausgabe

Im Herbst 2015 ist unser Entwickler Dimitrios in unser Team gekommen. Er arbeitet mit uns in Waren direkt im Büro. Mit ihm haben wir auch die Weiterentwickler zurück in die Agentur geholt. Ziel ist es, weg vom Zend-Framework zu kommen und das Portal künftig von der Engine her auf Laravel zu bringen. Es ist ein langer Weg. Die ersten Zeichen seines Wirkens waren der Neuaufbau der Sidebar und der Bug-Marathon im Sommer. Die Sidebar ist nun personalisierbar und mobil besser zu nutzen. Sie ist performanter und vom Code her viel schlanker. Die Sidebar ist ein kleiner Vorgeschmack auf die vielen weiteren Module von PSD-Tutorials.de, die neu aufgebraucht und damit Codezeile für Codezeile neu geschrieben werden müssen. Es ist offen gesagt ein langer Weg und wir planen nicht in Monaten, sondern in Jahren.

Ein Vorteil an der Arbeitsweise, die Dimitrios bei uns eingeführt hat, ist auch die Professionalisierung hinsichtlich des Projektmanagements. Wir nutzen jetzt agile Projektplanung auf Scrum-Basis, kommunizieren über Slack und generell findet bei uns im Grunde alles cloudbasiert statt. Ich darf mit Stolz sagen, dass wir wohl einen der fähigsten und erfahrensten Entwickler bei uns als Entwicklungsleiter haben, der zusammen mit seinem Team aus fünf Frontend- und Backend-Developern unsere Eigen- und Kundenprojekte voranbringt.

Technisch gesehen hat sich im Shop eher weniger getan. Die meisten Änderungen bewegen sich unter der Haube und sind optisch kaum auszumachen. Wir haben die Startseite etwas verschlankt. Alles bewegt sich noch im Flat-Design. Der Shop ist ein bisschen das Projekt, das uns am wenigstens Sorgen bereitet, weil die Technik steht, das Design noch passt und die Kunden damit gut zurechtkommen. Klar, auf unserer Agenda stehen auch noch ein paar Features und Designneuerungen und auch A/B-Tests. Aber das ist noch alles Zukunftsmusik und rangiert daher ganz unten auf der Agenda. Von der Entwicklung erfordert nämlich aktuell ein anderes Projekt unsere nahezu ungeteilte Aufmerksamkeit des Dev-Teams: der Relaunch von TutKit.com.

Der Shop im aktuellen Design:

Shop für Bildbearbeiter und Kreative

TutKit.com im zweiten Jahr

Als wir vor zwei Jahren mit TutKit.com starteten, setzten wir auf ein schlankes Design, umgesetzt mit dem PHP-Framework CodeIgniter. Unsere Kreativ-Flatrate war unser Zukunftsprojekt, eine Art Spin-off von PSD-Tutorials.de. Eine eigene Marke, die sich allein auf unsere Inhalte konzentrieren soll, ohne Forum, Community oder Contests. Allein eine Plattform zum Streaming von Trainings und für den Download von praktischen Ergänzungen in Form von Presets, Texturen, Illustrationen, Design-Vorlagen und Mockups. TutKit.com ist auch entstanden, weil es irgendwann einfach keinen Sinn mehr ergeben hat, unser damaliges All-in-One-Paket mit allen Produkten weiter aufzublähen. Der Vollzugriff auf alle unsere Shop-Inhalte, das soll TutKit.com bieten – und damit das Versprechen, kreativ genau die Werkzeuge und Techniken zu erhalten, mit denen aus Ideen richtig cooles Zeug wird – mit denen es beruflich weiter nach oben geht, mit denen es noch mehr Spaß macht, einen digitalen Kreativ-Lifestyle zu leben.

TutKit.com - E-Learning & digitale Assets

Das neue Design steht schon für Startseite und Landingpages und mein Team ist dran an der Entwicklung mit Laravel. Wir denken, dass wir zum Jahresstart parallel zur jetzigen Version eine Beta starten können. Zum ersten Halbjahr 2018 kommt dann ein richtiges User-Management hinzu, wir implementieren neue Zahlungsmethoden (Rechnung und Zahlungseinzug via Bank) und werden neue Gamification-Ansätze einbringen. Unser Ziel ist es, den höchstmöglichen Genuss für Nutzer zu erreichen.

Neben den technischen Arbeiten am neuen Design haben wir in diesem Jahr dennoch auch zwei nutzwertige Sachen realisiert. Zum einen ist es jetzt möglich, dass beim Einstiegsmodell auch monatlich gekündigt werden kann, zum anderen bieten wir einmal im Monat ein komplettes Training für 7 Tage komplett frei im Streaming an. Nutzt das Angebot und macht euch vertraut mit unserer Kreativ-Flatrate. Sie bringt euch voran!

Ein Schwerpunkt unserer Arbeiten liegt in der Content-Produktion. Content, der täglich auf PSD-Tutorials.de als Einzelinhalt freigeschaltet, als komplettes Produkt im Shop zum Kauf angeboten und im Vollzugriff auf TutKit.com für die Mitglieder bereitgestellt wird. Mit Beginn von TutKit.com war es unser Ziel, dass wir jede Woche zwei neue Produkte publizieren. Jetzt, da ich diese Zeilen schreibe liegen wir bei 106 Produkten für 2017. Wir haben vor allem unser Defizit bei fotografiebezogenen Tutorials wettgemacht mit umfassenden Trainings, die von versierten Fotografen zusammen mit Gabor Richter produziert wurden. Auch setzen wir auf die Zweitverwertung von Inhalten, die viele Macher in der Praxis auch im Self-Publishing auf ihren eigenen Kanälen anbieten. So konnten wir viele Tutorial-Serien – vor allem zu Entwicklungsthemen – zum Beispiel von den von Udemy bekannten Trainern Jannis Seemann, Denis Panjuta und Jan Brinkmann in die Flatrate holen. Wir setzten natürlich weiterhin auf unsere altbewährten Themen rund um Photoshop, Cinema 4D und InDesign, öffneten uns aber auch für neue Programme wie GIMP oder Affinity Photo und Designer. Mittlerweile decken wir ein breites und tiefes Spektrum an Kreativ-Know-how ab. Unser Alleinstellungsmerkmal ist, dass wir zu unseren Trainings auch die passenden Presets und Design-Vorlagen anbieten. Ich bin überzeugt, dass wir im deutschsprachigen Raum das beste und umfangreichste Angebot an Design-Vorlagen und Mockups haben. Wir sichern dabei deutsche Formate zu und einen deutschen Ansprechpartner.

Produktview TutKit.com

Uns ist bewusst, es gibt internationale Pendants dazu. Wir stehen aber für unsere sauberen Rechte ein und wenn es mit Dateien mal Probleme gibt, ist es immer noch besser für den Anwender, wenn ein deutsches Unternehmen der Ansprechpartner ist und nicht ein Briefkasten in Singapur. Gerade wegen der Verletzung von Copyrights geht es unter Umständen ja auch mal schnell in den fünfstelligen Schadensersatzbereich. Da wollen wir unseren Mitgliedern mit dem Einsatz unserer Inhalte auch das Stück Sicherheit geben, dass diese bedenkenlos verwendet werden können. Aus diesem Grund hat unsere Designerin Lesya auch alle bisher verwendeten Icons aus freien Online-Quellen in einer Mammutaufgabe neu und individuell illustriert, sodass wir in diesem Punkt auch nicht mehr auf Drittinhalte setzen, sondern auch bei den Icons zusichern können, dass wir selbst die Urheber sind.

Wenn ich mir die Werkschau der wöchentlich neuen Produkte anschaue, bin ich wirklich stolz auf das hohe Niveau unserer Inhalte. Insbesondere die Design-Vorlagen weisen eine Qualität auf, für die uns unsere Agenturkunden gern auch mal vierstellige Honorare zahlen. Mittlerweile haben wir uns agenturseitig unter anderem auf die Immobilienbranche spezialisiert. Wenn ich dann sehe, dass ein Immobilienexposé bei uns als Vorlagen-Set für 29 Euro erhältlich ist und bei TutKit.com ebenfalls mitläuft, wird der Wert erst richtig klar, da ich weiß, dass unsere Kunden am Ende dafür auch mal 2.000 Euro hinblättern. Und der Qualitätsanspruch ist identisch für Vorlage und
Individualexposé für den Agenturkunden. Nennenswert ist auch, dass wir die Kompatibilität erweitert haben in diesem Jahr. So gehen die meisten Vorlagen bereits ab Version CS2. Und darüber hinaus haben wir sie auch zum Großteil für CorelDRAW und Word aufbereitet.

Grundsätzlich wollen wir auch weiterhin mindestens zwei neue umfassende Produkte pro Woche veröffentlichen. Wir sehen es als unsere Bringschuld für unsere TutKit.com-Mitglieder, damit sie jeden Monat acht und mehr neue Produkte für sich, ihre Leidenschaft oder ihr Business nutzen können. Unser erklärtes Ziel ist es, dass jeder genau die Inhalte bei uns findet, die ihn voranbringen, ganz gleich ob im privaten Interesse oder beruflichen Kontext. Dass unsere Inhalte wirken, leben wir selbst vor. Wir beweisen in unserer Agentur, dass mit diesem Know-how auch wunderbare Designarbeiten und gute Geschäfte am Kunden möglich sind, und das nicht aus einem Hamburger oder Kreuzberger Loft heraus, sondern in einem provinziellen Umfeld mit ganz eigenen Herausforderungen. Ein Teil unseres Fokus liegt tatsächlich auf der Agentur und unseren Agenturkunden.

An der Kundenfront mit unserer Agentur

Vor etwas mehr als fünf Jahren begannen wir zaghaft mit den ersten Websites, die wir für Kunden realisierten. Es kam mal ein Flyer hinzu. Und so steigerten sich die Aufträge und Kundenbeziehungen von Jahr zu Jahr. Wir können sagen, dass wir ohne große Akquise-Maßnahmen quasi im Stealth-Modus zur Agentur am Platze hier in der Müritzregion geworden sind.

Insbesondere in den letzten 12 Monaten machten wir uns Gedanken über das Kundenprofil, für das wir arbeiten wollen. Zielkundendefinition. So legten wir unseren Schwerpunkt auf Food und Immobilien. In diesen Bereichen akquirieren wir auch aktiv. In anderen Bereichen haben wir die Freiheit, auch Nein sagen zu können. Passt der potenzielle Kunde mit seiner Anfrage zu uns? Wollen wir mit ihm arbeiten? Was könnte problematisch werden? So kommt es, dass wir stückweise immer höhere Budgets verhandeln und bemerken, dass auch gute Preise in einer strukturschwachen Region wie M-V möglich sind. Menschen bewegen sich in ähnlichen Kreisen. Da wir uns bereits glücklich schätzen dürfen, für viele Zielkunden zu arbeiten, praktizieren wir auch an ihrem Netzwerk, was zu ähnlichen Kunden führt. Neben Konzeption, Design und Entwicklung haben wir einen Schwerpunkt gefunden in der Architekturvisualisierung auf fotorealistischem Niveau.

Wenn ich einmal ein Projekt skizzieren darf, das im April online gegangen ist, so wird die Breite und Tiefe an unseren Agenturkompetenzen ganz gut transparent. Einheimische und Touristen der Müritzregion feiern seit 10. April ein neues Restaurant, das in seinem Ambiente, seinem Serviceansatz und seiner Qualität der Küche kulinarische Begeisterung auslöst. Für uns als kreative Agentur ist es einfach ein tolles Gefühl mitzuerleben, wie ein großartiges Projekt live geht. Unsere ersten Briefings zu „Fischers Küche“ gehen zurück auf Anfang April 2016. Ein orientierendes Raumkonzept mit 3D-Visualisierungen, die Konzeption der Corporate Identity, die Ausarbeitung der Designs und Printmedien, die Entwicklung der Website, die Realisierung von PR- und Marketingkampagnen: Ein Jahr der fruchtbaren Arbeit liegt hinter uns, ein neuer kulinarischer Hotspot an der Müritz dafür vor uns!

Außenvisualisierung für Fischers Küche Raumkonzept Außenvisualisierung für Fischers Küche Raumkonzept Frontansicht 3D-Visualisierung für Fischers Küche Raumkonzept Innenansicht

Es war im Frühjahr 2016, als wir uns mit den Fischern konzeptionell über Möglichkeiten der Restaurant-Innenarchitektur auseinandersetzen. Wir schlugen vor, dass wir mithilfe von 3D-Visualisierungen verschiedene Designstile durchspielen und etwas „experimentieren“. Mit jeder neuen Feedbackschleife mit dem Geschäftsführer der Müritzfischer näherten wir uns weiter dem finalen Konzept, welches dann als Grundlage für die Abstimmung mit behördlichen Entscheidungsträgern und die Angebotseinholung bei den Ladenbauern diente – siehe Bilder oben.

Parallel dazu begannen dann unsere Arbeiten an Website, Speisekarten, Pressetexten, Flyer und dem weiteren gestalterischen Drumherum. Hervorzuheben sind sicherlich drei Punkte:

  1. Die Entwicklung der Corporate Identity lief gut an. Die Bilderwelt und Formensprache, die Schriften und Farbgebung wurden schnell definitiv. Beim Logo gab es in Summe ein paar mehr Anläufe als gewöhnlich, bis alle, die mitsprechen durften, sich einig waren. Jetzt haben wir einen illustrierten Fisch auf texturalem Hintergrund. Der Kunde ist glücklich; uns gefällt es ebenfalls sehr gut. Logoentwurf 3
    Logoentwurf 2
    Logoentwurf 1
    Logo Fischers Küche
  2. Wir sind besonders stolz auf die Wirkung und das Erleben der Website www.fischers-kueche.de. Der Besucher spürt sogleich durch das Storytelling und das Design den hohen Anspruch des Restaurants und entwickelt eine Erwartungshaltung, die im besten Fall direkt zum Besuch vor Ort führt. Wir haben jetzt nach wenigen Wochen bereits viel Feedback und Anerkennung für die Website erhalten. Auch aus der Marketingabteilung eines großen Partners des Restaurants gab es lobende Worte im Sinne von: „So eine Restaurant-Website haben wir auch noch nicht gesehen. Kompliment.“ Solche Rückmeldung ist ein wahrer Motivationsschub.
    Website Fischers Küche
  3. Als großer Blickfang für das Restaurant wurde eine 21 qm große Wandkarte konzipiert, die wir nahtlos auf Airtex-Gewebe drucken lassen haben. Airtex ist ein Polyesterstoff mit Acrylbeschichtung, wodurch die Karte farblich gesättigt und kontraststark die Blicke anzuziehen vermag. Das Motiv ist eine von uns digitalisierte Tiefen- und Untiefenkarte der Müritz und umliegenden Seen aus dem Jahr 1904. Im ersten Schritt wurde die Stoffkarte abfotografiert und dann in einer über zwei Wochen dauernden Arbeit vektorisiert und mit Illustrationen zum jetzigen Ergebnis gebracht. Eine Wahnsinnsarbeit meiner Designerinnen Lesya und Anna – mit nachhaltiger Wirkung. Die Karte enthält die über die Jahrhunderte von Fischern betitelten Tiefen und Untiefen der Müritz. Wir wollen nicht sagen, wir haben dieses historische Zeugnis für die Nachwelt gerettet; verneinen würden wir es aber auch nicht. :) Ambiente und Service im Restaurant

Weiterer Clou: Die feinen Umrissstrukturen der Tiefen und Untiefen wurden in die Formsprache des Corporate Designs integriert. Vom geschulten Auge werden sie in der Speisekarte, auf der Website, in Flyern und auch vielen weiteren Medienprodukten leicht entdeckt.

Speisekarte Fischers Küche

Malheft für die kleinen Gäste

So viel zu einem Kundenprojekt von uns. Für weitere Referenzen und Einblicke empfehle ich einfach mal den Blick in weitere Agenturblogartikel und in unsere Erfolgsgeschichten.

Neues Engagement in Social Media

Das Nutzungsverhalten im Forum hat sich natürlich auch geändert. Auch in diesem Jahr haben wir weiter verringerte Aktivität zu verzeichnen. Weniger Forenbesucher und Beiträge, eine sinkende Teilnahme bei unseren Contests. Das ist schade, hängt aber mit grundsätzlichen Veränderungen im User-Verhalten zusammen. Früher haben wir alle unsere Zeit für das Bedürfnis nach Medienkonsum in Foren verbracht. Heute bietet Social Media eine gute Heimstatt für den digitalen Zeitvertreib. Unsere Lösung ist es, weiterhin als Fachforum eine Anlaufstelle zu sein, in der User Antworten auf die täglichen Fragen im Umgang mit der Kreativsoftware finden.

Auch in diesem Jahr hatten wir personelle Veränderungen im Moderationsteam. Ein Teil des alten Teams ist gegangen. Verdiente Mitglieder wurden Moderatoren und betreuen jetzt das Geschehen im Forum. Ohne Moderatoren geht es nicht. Und ich kann gar nicht genug betonen, wie dankbar wir für jeden Ehrenamtlichen sind, der dabei hilft, dass das Forum „sauber“ bleibt. Liebe Moderatoren und alle ehemaligen, danke, dass ihr eure Zeit und euer Engagement in unsere Community einbringt bzw. eingebracht habt. Das ist ein Grund, warum wir heute noch ein aktives Forum haben, während viele andere Foren bereits sehr still geworden sind.

Die Betreuung einer Community ist in der Regel eine eher undankbare Tätigkeit. Das haben wir auch bestätigt bekommen, als wir unsere Schlüsse zogen aus der Nutzerverschiebung weg von Foren hin zu Social Media. Neben den Facebook-Seiten haben sich Gruppen auf Facebook etabliert, die eine Art Forum für bestimmte Interessen oder Fachthemen darstellen. Eine Gruppe kann geschlossen sein oder öffentlich. Auf jeden Fall ist sie ein fachbezogener Kanal mit einer auf Interessen vereinten Gruppe zum Austausch. Wir begannen im Sommer damit, unser Forum zum Teil thematisch als Facebook-Gruppen zu spiegeln, um die User wieder da abzuholen, wo sie sich aufhalten. Daneben haben wir bei zwei bereits etablierten Gruppen für Fotografie und Lightroom angeklopft, ob sie professionelle Hilfe bei der Betreuung bräuchten. Mit den Admins wurden wir uns sogar so weit einig, dass wir ganz die Betreuung übernahmen. In den beiden Gruppen wurde gleich gemunkelt, wie viel Geld wohl geflossen sei. Eines kann ich sagen: Es
war nicht wirklich nennenswert. Denn eine Gruppe macht Arbeit, viel Arbeit. Und Stress. Du brauchst Zeit, reibst dich auf und am Ende erwartet dich viel Undank, aber wenig Anerkennung. Wir hatten sogar das Gefühl, dass die vorigen Admins glücklich waren, das mit uns erfahrene Community-Betreiber die Geschicke übernehmen wollen. Und so sind wir jetzt auch auf Facebook mit unserer eigenen Seite und vielen Gruppen unterwegs, um die Community weiterhin thematisch beim fachlichen Austausch zu unterstützen.

Mit über 26.500 Mitgliedern stellt unsere Fotografie-Gruppe eine der größten Facebook-Gruppen zum Thema im deutschsprachigen Raum dar. Beiträge der User mit Fotovorstellungen und Fragen und Impulse rund um Fotografie erscheinen im Minutentakt. Die Reaktionen sind schnell und vielfältig. So erhält das täglich wechselnde Titelbild durchaus auch schon mal 800 Likes. Und auf Fragen folgen Diskussionen und Besprechungen mit Dutzenden Teilnehmern. Eine großartige Möglichkeit für Feedback für Fotografie-Interessierte! Wir sind stolz, dass wir sie als Admins übernehmen durften. Seit unserer Übernahme ist die Gruppe bereits um über 4.000 Mitglieder gewachsen, mit weiterhin schnell steigendem Trend! Fühlt euch gern herzlich willkommen, neben unserem Forum auch Teil unserer Gruppen zu werden, sofern ihr Facebook-Mitglied seid. Die Gesamtübersicht über die von uns betreuten Facebook-Gruppen findet ihr hier.

FB-Gruppe für Fotografie

Abschließend möchte ich sagen, dass Stefan im Dezember 2002 PSD-Tutorials.de an den Start gebracht hat. Es sind 15 Jahre. Eine fantastische Zeit. Das Portal und die neuen Projekte haben sich entwickelt, wir haben uns entwickelt. 2002 habe ich mit meinem Studium zum Polizeikommissar begonnen, Stefan war in der Vereinsverwaltung in Göttingen tätig. Wir bewegen uns in einem kreativen Digitalumfeld, das es uns ermöglicht, klassische Berufsabschlüsse irrelevant werden zu lassen. Jeder ist für sich und seine Ziele verantwortlich. Wer sich welche setzt und weiß, wofür er jeden Tag an seinen Fähigkeiten arbeitet, kann insbesondere in der Kreativbranche sein Leben komplett neu ausrichten. Jedes Jahr ziehen wir ein Resümee, und auch jetzt stelle ich fest, wie rasant sich das Umfeld verändert – und wir uns mit ihm. Mit PSD-Tutorials.de und mit TutKit.com wollen wir euch einladen, Teil dieser Änderungsprozesse zu sein.

Wenn ich mir die Pläne fürs nächste Jahr anschaue, so sehe ich vor allem Kontinuität. Wir werden wohl nicht wesentlich anders agieren als in diesem Jahr. Es geht immer weiter … mal strukturiert, mal chaotisch. Aber immer vorwärts. Mit euch. Für euch.

An dieser Stelle auch ein großes Dankeschön, dass du es geschafft hast, bis zu dieser Zeile vorzustoßen. Dein Interesse ehrt uns. Wir wünschen dir jetzt zu Weihnachten eine entspannte Zeit, gutes Essen und viel vergnügtes Lachen mit deinen Lieben daheim.

Weihnachtsgruß der Petribrüder
Bildbearbeitung von Benny Hozjan … cooler Typ by the way!

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